Was sind eigentlich die Wechseljahre?

Die Wechseljahre, in der Fachsprache Klimakterium genannt, sind keine Krankheit, sondern eine ganz natürliche Übergangsphase im Leben jeder Frau. Ähnlich wie in der Pubertät stellt sich der Hormonhaushalt grundlegend um. Das Ziel des Körpers: Der Übergang von der fruchtbaren Phase in eine neue, hormonell stabilere Lebensphase.
Wann geht es los und womit fängt an?
Die Wechseljahre beginnen meistens schleichend. Bei den meisten Frauen geht es zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr los (oft unbemerkt). Das durchschnittliche Alter für die allerletzte Regelblutung liegt in Europa bei 51 Jahren.
Die ersten Anzeichen:
Es fängt fast nie direkt mit Hitzewallungen an. Die allerersten Anzeichen sind meistens subtiler. Der Zyklus verändert sich (wird unregelmäßiger, kürzer oder ungewöhnlich lang). Die Periode wird plötzlich sehr stark oder sehr schwach. Es treten vermehrt Stimmungsschwankungen, PMS oder Schlafstörungen auf.
Der Grund dafür ist ein beginnender Mangel am Hormon Progesteron (Gelbkörperhormon), während das Östrogen phasenweise noch Achterbahn fährt.
Die 4 Phasen der Wechseljahre im Detail
Der gesamte Prozess lässt sich medizinisch in vier aufeinanderfolgende Phasen unterteilen. Jede Phase hat ihre ganz eigenen hormonellen Besonderheiten.
1. Die Prämenopause: Alter: ca. 40–45 Jahre.
Die fruchtbare Phase neigt sich dem Ende zu. Die Eierstöcke arbeiten nicht mehr ganz so regelmäßig, weshalb es seltener zu einem Eisprung kommt.
Hormone: Es entsteht ein Progesteronmangel. Östrogen ist oft noch reichlich vorhanden (Östrogendominanz).
Symptome:
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- Ängste
- Stimmungsschwankungen
- Schlafstörungen
- Empfindlichkeit und Anschwellen der Brüste
- Gewichtszunahme
- verkürzter Zyklus und Zwischenblutungen
- starke und schmerzhafte Regelblutung
- Wassereinlagerungen
2. Die Perimenopause: Alter: ca. 45–51 Jahre.
Das ist die Phase der "hormonellen Achterbahn" und die Zeit, in der die meisten Frauen die typischen Beschwerden spüren. Die Produktion in den Eierstöcken fährt spürbar herunter, versucht aber zwischendurch immer wieder "anzuspringen".
Hormone: Extreme Schwankungen. Der Östrogenspiegel sinkt jetzt schubweise und unvorhersehbar.
Symptome
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- Schlafstörungen
- Erste Hitzewallungen
- Nachtschweiss
- Erschöpfung
- Vaginaltrockenheit
- Periode bleibt öfter aus
3. Die Menopause: Der konkrete Zeitpunkt.
Die Menopause ist eigentlich gar keine Phase, sondern ein einzelner Zeitpunkt im Leben: Es ist der Tag der allerletzten Menstruation.
Diagnose: Da man diesen Tag erst im Nachhinein bestimmen kann, spricht die Medizin erst dann von der Menopause, wenn eine Frau 12 Monate am Stück keine Periode mehr hatte.
Symptome:
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- Brain Fog
- Haarausfall
- Trockene Haut
- Hitzewallungen
- Gewichtszunahme
- Vaginaltrockenheit
- Änderung der Fettverteilung
- Blasenschwäche oder Blasensenkung
- Muskel- und Gelenkschmerzen
Wichtig: Bis zu diesem Zeitpunkt ist eine Schwangerschaft (wenn auch unwahrscheinlich) theoretisch noch möglich!
4. Die Postmenopause: Alter: ab ca. 52 Jahren.
Diese Phase beginnt genau 12 Monate nach der letzten Periode und begleitet eine Frau für den Rest ihres Lebens. Der Körper gewöhnt sich langsam an den neuen Zustand.
Hormone: Die Hormonspiegel (Östrogen und Progesteron) haben sich auf einem neuen, dauerhaft niedrigen Niveau eingependelt.
Symptome:
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- Hitzewallungen lassen bei den meisten Frauen nach einigen Jahren nach.
- Durch den dauerhaften Östrogenmangel rücken nun andere Themen in den Fokus, wie:
- Vaginale Trockenheit und Beschwerden beim Geschlechtsverkehr
- Harnwegsprobleme, da die Schleimhäute im Urogenitalbereich empfindlicher werden
- Langsamere Hauterneuerung und Verlust der Hautelastizität